Bögen und Monumente
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Von Moab aus, wo wir für
drei Nächte auf einem privaten Campground logierten, besuchten wir
den Arches Nationalpark, der vor allem für seine Steinbögen bekannt
ist.
Der wohl meistphotographierte Bogen ist der Delicate Arch, zu dem man rund eine Stunde bergauf wandern muss, bevor man ihn in seiner ganzen Pracht zu Gesicht bekommt. (Inklusive starkem Wind - wiedereinmal....) Ein weiterer berühmter Bogen ist der Landscape Arch (siehe unten), mit einer Spannweite von über 90 m der längste weltweit. Geologisch gesehen ist er ein alter Bogen und kann bald, d.h. innerhalb der nächsten 100 Jahre, zusammenfallen. Vor etwa 2 Jahren ist bereits ein Stück herausgebrochen, sodass man nicht mehr untendurch wandern darf und melden muss, falls man verdächtige Geräusche hören sollte. Nebst den Bögen gibt’s auch noch weitere Gesteinsformationen wie z.B. der "balanced rock" oder der "ham rock" (Schinkenfelsen) in der Form einer Schinkenkeule. |
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| Landscape Arch im Gegenlicht | - von Vorne | - von Hinten |
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| Balanced Rock - Arches | Needles - Canyonland |
Am Abend hörten wir uns zum zweiten Mal einen Ranger-Vortrag
(diesmal am Lagerfeuer) an; das Thema waren die Bewohner der Gegend in
den verschiedenen Zeitepochen: Indianer, Colorado-Forscher, Cowboys, Uran-Sucher,
Touristen. Es war ein interessanter Abend - und wir erfuhren auch, weshalb
es vor dem Restaurant, das wir am Abend vorher oberhalb von Moab (Sunset
Grill, weils das einzige Gebäude am Hang ist und der Sonnenuntergang
tatsächlich schön aussieht von dort) besucht hatten, einen mit
Kies aufgefüllten Swimmingpool hatte - das Sprungbrett war noch montiert:
Dieses Gebäude war in den 50er-Jahren die Villa eines der erfolgreichsten
Uran-Miners, der im Gegensatz zu vielen Anderen, Millionen damit gemacht
hatte. Die USA hatten nach dem 2. Weltkrieg die Uran-Suche forciert und
deshalb in diverse Gebiete diverse Strassen gebaut, so auch in den heutigen
Canyonlands Nationalpark.
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Der nächste Höhepunkt
wartete viele Meilen weiter südlich auf uns: Das Monument Valley,
welches innerhalb des Navajo-Indianer-Reservates liegt und auch von den
Indianern verwaltet wird. Wanderungen und spezielle Touren darf man nur
mit Führern machen, hingegen gibt es eine Route, die von allen mehr
oder weniger geländefähigen Autos befahren werden darf und an
diversen "monuments" vorbeiführt - auch unser Auto meisterte einen
Teil davon (schüttel, schüttel). Die beste Aussicht hatten wir
aber vom Zeltplatz aus, der direkt oberhalt des Haupttales liegt.
In der Dusche hatte Ursi eine Schweizerin getroffen (so
läufts halt amigs!), und wir luden das Ehepaar zu Kaffee und cookies
ein. Es stellte sich heraus, dass die beiden aus der Nähe von Winterthur
sind, 8 Kinder haben, aus Anlass des 25. Ehejubiläums unterwegs sind,
engagierte Christen sind und der Mann als Architekt arbeitet (natürlich
haben wir von unserem Wohnungsbau und ponte erzählt!) - genügend
interessanter Gesprächsstoff bis Mitternacht.....
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Heute haben wir dafür zwei nahegelegene Attraktionen besucht: Zuerst den Meteor Crater, gemäss Angaben der erstbewiesene und besterhaltenste (!) Metoriten-Krater auf der Welt - Grösse 1300m Durchmesser, 150 m Tiefe . Vor 50'000 Jahren ist hier offensichtlich ein riesiger Meteorit eingeschlagen, und durch die Wucht des Aufpralles schmolz/verdampfte er grösstenteils selber, und andrerseits faltete er die Gesteinsschichten rückwärts (wie ein Leintuch), sodass am Kraterrand die ältesten Schichten zuoberst liegen. Diese und andere Tatsachen veranlassten die NASA, die Apollo-Astronauten dort tranieren zu lassen, wie man Meteor-Krater (auf dem Mond) untersucht.
Anfangs Jahrhundert, nachdem klar wurde, dass der Krater
kein erloschener Vulkan ist, suchte ein Typ während 26 Jahren (!)
den Meteoriten, den er tief im Boden vermutete und von dessen Material
er sich Reichtum erhoffte.
Der zweite Besuch galt dem Walut Canyon, in dessen Wänden
diverse Felswohnungen von Indianern aus der Zeit um 1200 zu besichtigen
sind.
Die Aufenthalte in grösseren Ortschaften nutzen wir aber jeweils auch für ganz profane Dinge: Wäsche waschen, wieder einmal ganz genüsslich in einem grossen Bett ausschlafen oder Lädele!