Ueber das letzte Wochenende (20. - 22. Maerz 1998)
hielten wir uns in Palm Springs auf. Unsere Schule hatte einen Trip organisiert,
und insgesamt 22 StudentInnen (davon 5 nicht aus CH...) sowie Liz, unsere
Lehrerin, fuhren mit Privatautos in diese "Wuestenstadt", d.h. sie ist
von Wueste umgeben, ist aber voll von Palmen, Rasen und anderem Grünzeuge
(Bewässerung sei Dank) und ist die Stadt der Reichen, Schönen
und Berühmten (Frank Sinatra hat dort einen Wohnsitz).
Bei der Hinfahrt fanden wir schnell heraus, dass Ivo, unser Chauffeur, aus Uetikon a.S. ist und fast alle von unseren zukuenftigen MitbewohnerInnen kennt, da er im TenSing war!
Nebst Baden im hoteleigenen Pool, Flanieren/Laedelen,
Barbecue und so machten wir einen Horseback-Riding-Trip: Fuer mich (Ursi)
das erste Mal Reiten in meinem Leben!! Wir ritten eine Stunde in der Wueste
herum und fuehlten uns wie in einem Western.....! Dani wiederholte dieses
Erlebnis auf einem Buggy (Motorvehikel), waehrend dem ich alleine Einkaufen
ging, da Dani am Montag ja Geburtstag hatte!
Auf der Rueckfahrt nach San Diego machten wir in einem riesigen Outlet-Center Halt: Alle beruehmten Marken waren selbstverstaendlich vertreten; es wimmelte von Besuchern und es gab tatsaechlich Laeden, wo die Waren billiger waren als sonst, aber nicht ueberall.
Am Montag brachten wir einen echt amerikanischen, gelben, viereckigen Geburtstags-Kuchen zur Schule (nicht selbstgebacken!). Am Abend gab’s ein feines Essen und die Palmers hatten Ballon und Geschenk organisiert, etwas dekoriert und natuerlich musste Dani noch Kerzen ausblasen!
Am Dienstag nach der Schule versuchten wir unser Glueck
mit unserem neuen "Drachen", im Gegensatz zum ersten Versuch war der Wind
diesmal nicht so schoen regelmaessig, sodass wir bald aufgaben.
Ab Mittwoch war dann das Wetter nicht mehr so schon wie
bisher und wir wurden deshalb ganz fleissig: Woerter heraussuchen die wir
beim Uebungstest nicht gekannt hatten; Exercises loesen und daneben englische
Buecher lesen: Ursi einen Roman aus der Siedler-Zeit und Dani einen Kindheitsroman
ueber die Waschbaerenjagd.
Beim erwaehnten Test handelt es sich um den sog. TOIC-Test.
Bei diesen Englisch-Tests handelt es sich um ein richtiges Business, welches
sich zwei Unternehmen teilen. In Europa am Besten bekann sind die Cambridge
-Tests "First", "Advanced" und "Profeciency". In den USA werden meist TOEFL
und TOIC verwendet. Dabei handelt es sich um Multiple Choice - Test mit
200 Antworten und doch recht ausgeklügelten Fragen, sei es nun aus
Grammatik, Wortschatz oder Textverständnis. Geprüft wird dabei
das Zuhören ab Band und das Lesen, aber nicht der mündliche Ausdruck.
(So war es bei diesem ersten Uebungstest sogar möglich, dass ich -
Dani - auch sehr gut abgeschnitten und Ursi noch knapp uebertroffen habe.
Bei einem "Schwatztest" saehe das Ergebniss ganz anders aus...) Der TOEFL
deckt dabei eher einen wissenschaftlichen Wortschatz ab, während beim
TOIC eher Business-Wörter gefragt sind. Auf dem TOEFL-Score basieren
auch die meisten Zulassungsbedingungen für amerikanische UNIs.
Wir haben uns entschieden, den TOIC - Test zu machen,
da dieser nicht an eine fixe Wochenzahl gebunden ist und jeden Monat durchgeführt
wird.
Etliche junge Leute - v.a. aus Japan, Brasillien - an
der Schule machen regelmässig den TOEFL - Test, bis sie eine genügend
gutes Resultat haben um an ein College gehen zu koennen. Viele junge Schweizer
hingegen, machen das First oder das Advanced, da sie sich damit daheim
bessere Berufschancen erhoffen.
Das Wetter ist und bleibt seit Freitag sehr schlecht und für hiesige Verhaeltnisse sehr kalt, deshalb mussten wir unser Wochenendprogramm abblasen (Fahrt nach LA; Disneyland, Universal-Studios) und fuhren deshalb gestern Samstag nach Mexiko: Der San Diego-Trolley faehrt bis an die Grenze, dann kann man zu Fuss nach Tijuana hineingehen und sich von all den mexikanischen Souvenirverkaeufern beschwatzen lassen......
Viele Amerikaner scheinen jeweils kurz nach Mexiko zu fahren, um Medikamente billig einzukaufen; auf jeden fall wimmelt es neben Souvenirlaeden da dieser am hauefigsten durchgefuehrt wird und nicht an feste Unterrichtswochen geküpft ist von Pharmacy-Stores! Dementsprechend handelt es sich um einen der meistbenutzten Grenzuebergaenge der USA.
Heute Sonntag, 29. Maerz 1998 besuchten wir wiederum die grosse Methodisten-Kirche. Da wir nun schon das zweite Mal dort waren, konnten wir ein anderes Zetteli ausfuellen als dasjenige, das wir beim ersten Besuch hätten ausfüllen sollen - mit Stoffblume als Erkennungszeichen zum Anstecken...:Im Gottesdienst-Ablauf, der immer schriftlich abgegeben wird (gedruckt; mit allen Liednummern, Zwischengebeten usw.) stand bei diesem Programmpunkt: "Registration".........
Der Pfarrer hielt erneut eine spannende Predigt und die liturgischen "Ablaeufe" kamen uns schon fast altbekannt vor!