Goodbye San Diego
Die Zeit seit unserem letzten Bericht scheint enorm lange
- wir haben vier erlebt seit Karfreitag!
Am Abend nach dem Karfreitags-Schultag besuchten wir einen liturgischen Abendgottesdienst in einer Lutheran Church, der bewusst keinen "Schluss" (Segen etc.) hatte, da die ganzen Feierlichkeiten um Ostern zusammengehören resp. das Leben von Jesus damals am Kreuz zum Glück noch nicht "abgeschlossen" war!
Einige Kirchen in San Diego boten am Karfreitag Gottesdienste über Mittag an; die meisten hatten bereits am Donnerstag Feiern, alle boten aber am Sonntag diverse Feiern an.
Wir standen am Ostersonntag früh auf, um an einer
Ostermorgen-Outdoor-Feier (6.30 Uhr) auf einem Friedhof teilzunehmen: Organisiert
war dies von zwei Baptistengemeinden, und nebst Musik von zwei Chören
und Trompetenspiel (beides mit Tonbandbegleitung) hielt ein junger Pfarrer
eine lässige Predigt. Zu Beginn war es ziemlich windig und kalt, aber
bald ging die Sonne auf und wärmte uns auf.
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Ich - Ursi -musste etwas nachschlafen, und die Osterfeierlichkeiten der Familie Palmer waren spannend! Kim hatte auch für uns einen Osterkorb gemacht, und nach dem Festessen war ein "egg-hunt" (Eierjagd) dran: Die Eltern und Grosseltern verstecken mit Münzen gefüllte Plastikeier im Garten, die die Kinder suchen dürfen. Anschliessend werden die (leeren) Eier durch die Kinder versteckt, und die Erwachsenen müssen suchen!
Wir lehrten der Familie das "Eiertütschen" - das
kennen die Amerikaner nicht!
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Am Donnerstag absolvierten wir beide den TOEIC-Test (ich leicht beduselt und nicht ganz auf der Höhe), beide mit sehr guten Resultaten, wie wir nachher erfuhren, und Dani sogar noch ein paar Punkte besser als ich!
Am Freitag brachte uns Kim zum Flughafen: Wir flogen nach Atlanta (Südost-USA), mit Umsteigen in Denver insgesamt etwas mehr als 5 Stunden Flugzeit.......
Der Hauptgrund war Danis Business-Meeting, aber wir benutzten die Gelegenheit, um von Freitag auf Samstag bei Hansruedi und Mireille Tanner zu ü bernachten. Hansruedi ist der Bruder meiner Freundin Margrit Sigrist-Tanner (ehemals Hinwil). Wir konnten mit der MARTA, dem Nahverkehrszug, vom Flughafen quer durch Atlanta zur anderen Endstation fahren, wo Tanners uns abholten. Sie wohnen in einem schönen neuen Haus - Hansruedi arbeitet als Wirtschaftsberater in der eigenen Firma.
Die beiden erwarten ihr erstes Kind, welches vielleicht
in der Zwischenzeit bereits geboren wurde!
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Wir besichtigten eine Ballenberg-ähnliche Anlage aus der Zeit der grossen Baumwollplantagen mit Sklavenhäuschen, Herrenvilla usw. - Georgia ist einer der Südstaaten, wo Sklavenhaltung "in" war.
Ebenfalls im Stone-Mountain-Park gibt es ein "War-Memorial",
das an den Bürgerkrieg erinnert, den die Nord- gegen die Südstaaten
aufgrund der Sklavenhaltung führten.
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Am Montag reiste ich - Ursi - allein nach San Diego zurück, während für Dani die eigentliche Konferenz begann. Der hoteleigene Bus brachte mich - Ursi - zur Busstation, von dort per Bus (ich war die einziege Weisse!) zur Zugsstation und dann wieder direkt zum Flughafen - eine 1,5 stündige, unterhaltsame "Reise" für 1 ½ $!
Für mich - Dani - war nun die Konfenrenz der Informatikverantwortlichen (Chief information offficer - CIO) aus verschiedenen Unispitälern angesagt, welche im University Healthsystem Consortium UHC zusammengeschlossen sind. Ich war etwas aufgeregt, all die fremden Leute in einer - immer noch eher - fremden Sprache kennenzulernen. Die meisten CIO sind dabei die Vorgesetzten von 50 bis 150 Leuten, ziemlich "busy" und nicht jeder hat gerade darauf gewartet mit einem jungen Schweizer zu diskutieren. Doch mit einigen hat ich sehr gute Gespräche: besonders zu erwähnen sind: Elsa Guinan, eine der Sekretärinen von UHC - Alter Ende 50 -, welche sich rührend um mich kümmerte; Cathy Bruno, Columbus Ohio, mit der ich schon vorgängig E-Mail - Kontakt hatte und die wir Ende Juli besuchen werden sowie Moshe Eisenberg, einen aus Chile stammenden Juden aus Long Island, New York.
Mehr inhaltliches über das Meeting werde ich in einem
separaten Bericht schreiben. An dieser Stelle nur soviel: es war eine interessante
Erfahrung, den Vorträgen zuzuhören und die amerikanischen Probleme
zu sehen. Rein inhaltlich war es zu sehr management- und zahlenorientiert
für mich und technische Fragestellungen wurden kaum berührt.
Ich hoffe, das bei den zwei späteren Besuchen in Denver und Columbus
kompensieren zu können.
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| Vermutlich Canyonland |
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Am Donnerstagt-Abend waren wir bei Mike, unserem Schuldirektor, und seiner Frau eingeladen - ein unterhaltsamer Abend mit einem Ehepaar um die 50, welches diverse ausserordentliche Reisen und Aufenthalte hinter sich hat! Mike kennt die verschiedenen Bildungssysteme (Schweiz, USA, Europa) relativ gut, was eine gute, engagierte Diskussion möglich machte!
Und heute Freitag war bereits unser letzter Schultag!
Es ist Brauch an dieser Schule, alle Studenten, die die Schule verlassen,
anlässlich einer "graduation" offiziell, mit "Zeugnisübergabe"
und einer kleinen Rede zu verabschieden. Danach gabs Mittagessen für
alle, die wollten, und natürlich haufenweise Fotos und Adress-Austauschen!
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Alles in allem war die Zeit hier in San Diego super - sowohl die Schule als auch die Familie waren "first class" und wir haben viel gesehen und erlebt!
By the way: Über e-mails von Euch freuen wir uns sehr - wir hoffen, dass das Natel brav ist und eine stabile Verbindung halten kann, damit wir die mails auch lesen und beantworten können! (Allerdings freuen wir uns besonders über E-Mail, welche nicht zu gross sind. Bei reinen Textmeldungen besteht keine Gefahr, aber E-Mails mit grossen Anhängen - z.b. Bilder, etc. - ab 50k sind eher mühsam!)