Anfangs Juni 1998 - Elfter Bericht aus den USA (Woche 13)

Kakteen, Bomber und Gleitschirme...

Bevor wir wieder mit unseren "Abenteuern" loslegen, zuerst noch zwei grundsätzliche Dinge:

Es kann sein, dass für die einen von Euch gewisse Berichte zu ausführlich (oder zu kurz) sind. Für uns ist dieses Tagebuch einerseits Informationskanal für alle Verwandten und Freunde zu Hause, andrerseits aber auch unser Tagebuch, wo wir Dinge schreiben, die uns wichtig sind und die wir nicht vergessen möchten.

In manchen der E-Mail Reaktionen (Wir freuen uns sehr über jede Botschaft!) kommt die Bewunderung oder sogar ein bisschen Neid über unsere Reise zum Ausdruck. Das verstehen wir natürlich, denn wir erleben tatsächlich viele aussergewöhnlich schöne und spannende Dinge! Allerdings soll an dieser Stelle auch verraten werden, dass es Zeiten gibt, wo wir für unsere Erlebnisse "arbeiten" müssen, oder wo es Durchhänger gibt. Da unser Tagebuch auf dem WWW doch ziemlich öffentlich zugänglich ist, verzichten wir darüber ausführlich zu berichten. Soviel sei jedoch verraten: Dani könnte noch länger in unzulänglichen Teilen der Nationalpärken wandern, photografieren, biken; Ursi besucht sehr gerne Verwandte oder FOF (Friends of friends) und besichtigt gerne Orte, wo Menschen etwas geschaffen/hinterlassen/zu bieten haben, etc. . Und so braucht es halt manchmal Kompromisse. Manchmal stellen wir uns auch die Frage, würden wir nicht besser unsere Freunde beim Haubau unterstützen? Oder Dani wäre besser im Büro, wo doch einige wichtige Dinge zu erledigen sind. Aber wenn wir dann wieder an einem abgelgenene Plätzchen den Sonnenuntergang mit Kakteen erleben oder spannende Gespräche mit neuen Bekannten führen dürfen, so ist alles vergessen! Durch die Weite des amerikanischen Westens zu fahren, relativiert auch gewisse heimische Probleme - das Motto heisst hier doch meist: relax - take it easy!
 
Saguaro-Kakteen Saguaro by night Organ-Pipe
 
Auf unserer Arizona-Fahrt von Flagstaff Richtung Süden durchquerten wir als erstes einen schönen Canyon (Oak-Creek-Canyon), wo man im Bach auf einer natürlichen Fels-Rutschbahn das kalte Wasser geniessen kann.....der organisierte Park darumherum heisst deshalb auch "Slide Rock State Park".

Am letzten Montag im Mai gedenken die Amerikaner ihrer Gefallenen in Kriegen (Memorial Day), was die durchschnittliche Ami-Familie dazu veranlasst, den Freitag auch noch frei zu nehmen und das verlängerte Wochenende irgendwo an einem "Wasser" auf Campgrounds, in Motels und auf den Strassen zu verbringen - es wimmelte von Leuten! Auch später bekamen wir dies noch zu spüren, aber wir fanden zum Glück immer eine Übernachtungsgelegenheit!

Die Weiterfahrt führte über eine steile, kurvige Passstrasse nach Jerome.. Noch mehrere kurvige, steile Meilen oberhalb, tief im Wald, dafür sehr schön, fanden wir einen Campground. Am nächsten Tag fuhren wir wieder nach Jerome hinunter und liessen uns von seiner Geschichte und seinem Charme faszinieren: Dieses Städchen klebt am Berg wie ein Tessiner Dorf und war um die Jahrhundertwende bis in die 30er Jahre die drittgrösste Ortschaft in Arizona, weil tonnenweise Kupfer sowie Silber und Gold in zwei riesigen Minen unterirdisch abgebaut wurden. Trotz diverser Brände wurde die Stadt immer wieder aufgebaut, hatte bis zu 15'000 Einwohner, Spital, mehrere Kirchen, x Saloons, ein Rotlichtviertel etc.etc. Nach Schliessung der Minen verkam Jerome beinahe zur Ghost Town, bevor in den 60er Jahren die Hippies einfuhren und danach die Künstler. Heute wimmelt es von wirklich schönen Läden, Galerien und renovierten Häusern, sodass es nicht verwundert, dass es die Touristen anzieht. In mehreren Museen und in einem State Park (untergebracht in der ehemaligen Villa des einen Minenbesitzers) wird die Geschichte gut dargestellt, und wir genossen die Zeit in diesem speziellen Ort sehr.
 
Als nächstes fuhren wir zu einer grossen Fels-Wohnung von Indianern aus der Zeit um 1200, die man aber lediglich von tief unten ansehen darf (Montezuma Castle). 
  

Die dritte Wohnform am gleichen Tag lernten wir in Arcosanti kennen: Paolo Soleri, ein italienischer Architekt, begann dort vor 30 Jahren eine Stadt zu bauen, die, im Gegensatz zur Durchschnitts-USA-Stadt, ohne Auto bewohnbar sein, mit Ressourcen sinnvoll umgehen und Wohnen und Arbeiten für 6000 Leute bieten soll - dies alles in angepasster Architektur.

 
Seit den 30 Jahren wurden 3% des Projektes realisiert, die Planung mehrfach umgestellt und auch das Ziel leicht abgeändert: Heute leben und arbeiten rund 60 Leute dort und es wird weiterhin gebaut, fast alles aus Beton und in Kuppelformen. Das Ganze hat einen leicht "alternativen" Anstrich und viele Architektur-Interessierte (Studenten) arbeiten dort eine Zeit lang mit. Zur Geldbeschaffung werden Glocken und Windspiele aus Ton und Bronze hergestellt und verkauft.

Wir nahmen an einer Führung durch die Anlage teil und hatten das Glück, den "Erfinder" persönlich noch zu sehen, inzwischen knapp 80 aber immer noch sehr aktiv.

Ein bisschen hat uns die Sache ans Cevi Zentrum Hasliberg erinnert, auch wenn Vieles zum Glück dort ganz anders ist!

Auf dem Zeltplatz beinahe nebenan (d.h. eigentlich ist es nur ein Wohnmobil-Park, aber wir stellten unser Zelt einfach hinters Auto), lernten wir einen 73-jährigen Amerikaner kennen und plauderten mit ihm am Abend bei Tee und Guezli: Er hat in seinem Leben offensichtlich einiges erreicht, hängt aber inzwischen einem für uns sehr komischen Mix an Glauben an (Reinkarnation, Metaphysik, diverse höhere Wesen, inkl. Mutter Maria, Mutter Erde, Jesus (ist nicht Retter, sondern Lehrer), Katholizismus usw), auf jeden Fall warte er auf diesem Zeltplatz in einem kleinen gemieteten Wohnwagen darauf, bis die Energien soweit seien, dass er seinen Auftrag (auf der Wiese nebenan ein grosses Heilungszentrum zu bauen) ausführen könne. Das Geld werde von der "Bank of England" von einem Konto des Templer-Ordens auf sein Konto überwiesen. Jede Nacht warte er im "Gespräch" mit diesen Wesen auf ensprechende Anweisungen.

Bereits früher sollte er ein Heilungszentrum bauen, das Geld sollte er mit Gold suchen erhalten. Die höheren Wesen hätten dann aber das Gold weggenommen von der Stelle, die sie ihm vorher angegeben hatten, weil er irgendetwas falsch angestellt hätte bei der Suche. Bei dieser von den Wesen angestifteten Aktion haben er und sein Bruder ihr ganzes Geld verloren resp. in "equipment" gesteckt. Zitat "but it was fun"........

Uns tat der Typ sehr leid (und wir waren nicht ganz sicher, vieviel Verwirrtheit im Spiel ist)- und im Gespräch mit ihm wurde unser eigener Glaube vielmehr gestärkt als hinterfragt, und die Botschaft der Rettung durch Jesus bekam noch eine ganz andere Weite - Rettung von solch verwirrenden Unsicherheiten. Traurig ist die Tatsache, dass er früher ein engagierter Christ war und drei seiner vier Kinder (Zitat) born-again christians sind. Seine Frau habe ihn verlassen, weil er zuwenig Geld nach Hause gebracht habe. Wir glauben eher, dass seine "religiösen Überzeugnungen" und die Besuche einer entsprechenden Gruppierung die Hauptgründe waren.

Unsere nächste Station Phoenix, die grösste Stadt Arizonas, ist tatsächlich enorm weitläufig (Strassen, Strassen, Strassen), aber nichts speziell Schönes: Wir waren am Fluss, wo riesige Mengen an Personen mit Lastwagenschläuchen auf dem Wasser hinuntergondeln und sich von Shuttle-Bussen umherchauffieren lassen - eine reine Massenveranstaltung (am Wasser - am Memorial Day Weekend....!)

Und der Railway Park war eher ein vergrösserter Kinderspielplatz - mit Ausnahme der Modelleisenbahn-Anlagen, die von Clubs aufgebaut werden und fürs Publikum zugänglich sind.

Im Motel, welches wir in der Nähe der Innenstadt bezogen hatten, war ausser dem Namen (American Lodge) alles mexikanisch: Die Angestellten, die meisten anderen Gäste , das Restaurant nebenan, die Angestellten dort, alle anderen Restaurant-Gäste........man merkt hier die Nähe zur mexikanischen Grenze, und von Kalifornien her wissen wir, dass die illegale Einwanderung ein sehr grosses Problem für die südlichen Staaten darstellt.

Ganz im Süden von Phoenix, an der Grenze zu Mexiko, liegt das"Organ Pipe Cactus" National Monument; ein Wüstengebiet, in dem nebst anderen Kakteen die grösste Ansammlung dieser Kaktus-Art wächst. Daneben gibt’s natürlich auch die Saguaro (die grossen, typischen) und noch viele andere. Auch auf dem Campground, welcher jetzt Nebensaison hat (Im Winter ist dort Hochsaison), wachsen zwischen den einzelnen Plätzen wunderschöne Kakteen, und die Vögel haben sich an Menschen gewöhnt: Viele kamen, als wir Karten schrieben, und einer hüpfte sogar ins Auto hinein......
 
Auf der Weiterfahrt Richtung Tucson (Arizona) besuchten wir den Kitt Peak, wo Amerikas Universitäten diverse Teleskope (die grösste Ansammlung auf einem Berg weltweit), aufgestellt haben und die Gestirne studieren. Diese Anlage liegt auf 2100 m.ü.M., und es führt eine schöne Strasse hinauf, da ausser Wasser alles per Lastwagen hinaufgefahren werden muss. Wenn man Astronome/Physiker ist, einen Doktortitel hat und sich rechtzeitig anmeldet, hat mana 33% Chance, eines der Teleskope für seine Studien für 2-5 Tage benützen zu dürfen (wenns dann an Deinen Tagen gerade regnet hast Du Pech gehabt.....). Mit einer Führung konnten wir das grösste Sonnenteleskop der Welt (das wäre etwas für Eric Rolli!) und das grösste Telekop auf dem Kitt Peak (Spiegel-Durchmesser 4m) anschauen.  

 

 
Ein Besuch des Saguaro-Nationalparkes (viele grosse Kakteen) bei Sonnenuntergang und am nächsten Morgen ein Rundgang in "Old Tucson", einer extra für Western Filme aufgebaute "Stadt" (John Wayne drehte mehrmals dort) mit kleinen Pseudo-Gunfights und Theäterli (meistens eher leicht lächerlich), dürfen in Tucson nicht fehlen.
 
In Arizona gibt es natürlich - gemäss einem Artikel aus einem schweizerischen Gleitschirmheft - auch einige hervorragende Gleitschirmberge.Allerdings sind die USA kein sehr einfaches Gleitschirmland: es gibt keine Bücher über die Fluggegenden und man trifft sich auch nicht so einfach beim Bähnli. Aber Dank Mitgliedschaft im US-Hanggliderverband habe ich (Dani) Zugang zu einer Liste der örtlichen Clubs. Die erste Kontaknahme mit Leuten aus Flagstaff, Nord-Arizona verlief jedoch nicht sehr erfolgreich: wegen zu starkem Wind konnte seit Wochen an den Berühmten Kratern bei Flagstaff nicht mehr geflogen werden. Nach weiteren Telefonaten erhielt ich den Tip, einen pensionierten Gleitschirmler aus Tucson zu kontaktieren. "Oh, I'd love to!" war die Antwort von Lew Smith, allerdings könne man im Frühling/Sommer nur am Morgen oder bei Sonnenuntergang fliegen. Da er sowieso mehrmals pro Woche fliege, sei das gar kein Problem, mir die Gleitschirmberge zu zeigen. Der Tag, als wir uns am "Box canyon", einem ca. 600m hohen Berg trafen, war allerdings ein besonderer. Lew zeigte Debbie, einer jugendlichen Frau mitte vierzig, wo "es" passierte. Am 1. März 98, stiess ihr Freund, ein äusserst erfahrener Gleitschirminstruktor, mit einem anderen Piloten zusammen und starb auf der Unfallstelle. Dies dämpfte natürlich die Vorfreude auf den Flug etwas, und ich stellte mir natürlich die Frage, wieso muss ich gerade zufälligerweise an diese Geschichte "geraten"?

Das Zusammensein mit den Beiden war dann aber erstaunlich unbeschwert und Debbie lief den Berg wieder runter, wo sie dann auf Ursi traf und sich die beiden gegenseitig die Warterei auf die Flieger verkürzen konnten Der Tag war für Debbie insofern auch noch speziell, da in England gleichzeitig die Beisetzung der Urne stattfand. (Ihr Freund stammte ursprünglich von dort).

Als der Wind dann langsam nachliess - die Mischung aus Thermikblasen und Westwind war doch recht lange noch recht turbulent - konnte Lew starten und ich versuchte es ihm nachzumachen. Da der Startplatz recht eng war und meine Reverse-Launch (Rückwärtsstart)-Fähigkeiten leider immer noch eher beschränkt sind, machte mein Gleitschirm noch eine Begegnung mit einem Kaktus! Endlich gestartet, konnte ich dann so richtig vom sog. "Glassoff" profitieren. Dabei handelt es sich um einen ruhigen Abend-Tal-Aufwind (die Luft auf der gegenüberliegenden, im Schatten liegenden Talseite sinkt ab und steigt auf der anderen, noch Sonnen beschienen Seite wieder auf), der es mir ermöglichte den Sonnenuntergang ca. 200m über dem Bergspitz zu bewundern! Und da soll jemand sagen, es habe sich nicht gelohnt den Gleitschirm nach Amerika mitzunehmen!
 
In Tucson besichtigten wir noch weitere Attraktionen: Das "Air- und Space-Museum", wo diverse renovierte (Kriegs-)Flugzeuge zu sehen sind. Gleich nebenan lagern Tausende von eingemotteten Bombern und anderen Militärflugmaschinen - riesige Felder mit millionenteuren Kisten.....

Teilweise ist es Schrott, teilweise warten die Maschinen auf neue Einsätze. Das Klima ist ideal, da warm und nicht so feucht (weniger Rost). Einerseits ist es verrückt und beängstigend, all diese Flugzeuge zu "bestaunen", welche teilweise diverse Menschenleben auslöschten. Andrerseits gehört dieses Kapitel zu Amerika, und im Museum arbeiten vor allem ältere Herren, welche selber mal solche Kisten geflogen haben und voller Begeisterung zu all die verschiedenen Typen beschreiben können.

Eine weitere verrückte Sache ist das "Biosphere 2" - eine Art riesiger-Gewächshäuser mit verschiedenen Lebensräumen (Wüste, Steppe, Regenwald, Landwirtschaftszone), wo Wissenschaftler diverse Zusammenhänge auf der Erde (=Biosphere 1) "studieren" wollen. Für 2 Jahre lebten 8 Personen in diesem Ding (Kontakt nach aussen nur per Telefon, Selbstversorgung etc). Dieses Experiment wird jedoch heute sehr in Frage gestellt, sodass jetzt mehr traditionelle Umweltforschung betrieben wird, und - erfreulicherweise für uns - wird das Problem Kohlendioxid/Treibhauseffekt usw. beim Namen genannt und davor gewarnt.
 
 
Nach dem ersten grandiosen Gleitschirmerlebnis wollte ich (Dani) mir die Gelegenheit eines zweiten Fluges nicht entgehen lassen. Lew war dafür gerne bereit, und so trafen wir uns diesmal bei seinem Haus etwas ausserhalb von Tuscon - wir staunten nicht schlecht als wir nach dieversen Neben- und Natursträsschen vor einem grossen Haus standen, eingerahmt von Kakteen- und Buschland. Auf die Frage, ob wir unser Zelt bei ihm auf dem Land aufstellen durften, kam natürlich promt die Einladung im Hause zu übernachten. Zusammen mit Lew (und diesmal ohne Ursi, welche eine Shoppingtour für notwendige Dinge machte: z.B. einen neuen Tankdeckel - den alten hatten wir an einer Tankstelle vergessen....) ging es Richtung Süden zu den Mustang Mountains. Diese Hügel waren diesmal nur gut 300m hoch, sodass wir schon bald oben standen und den Wind zu beobachten begannen. Bald kam noch ein weiterer Einheimischer Flieger dazu und der Wind am Startplatz, etwas unter dem Gipfel, wurde langsam aber sicher ideal. Als erfahrener Ortskenner startete Lew um ca. 6.20 Uhr als Erster. Doch schon nach wenigen Metern - ein erster kleiner Frontklapper und "opsi" ging es. Doch leider nicht nur aufwärts, sondern wegen dem starken Wind auch rückwärts. Sofort klappte Lew die "Ohren" ein und stieg in den Beschleuniger. Doch - wie wir später erfuhren - riss die Leine des Beschleunigersystems und weiter ging es, trotz eingeklappten Ohren rückwärts. In dieser Situation steuerte Lew hangwärts und landete bzw. crashte (je nachdem wem man die Geschichte erzählt...) seitwärts in den Hügel. Sofort rannten wir am Boden Richtung Lew los, befreiten ihn vom Gleitschirm und vom Gstältli. Mit grosser Erleichterung stellten wir fest, dass er sprechen, stehen und all seine Glieder bewegen konnte. Nur sein linker Arm, der den Aufprall abfedern liess, verhiess nichts gutes.
 
Nachdem sein Arm notdürftig geschient war (wofür nicht alles ein Speedbar nützlich sein kann...) und alles eingepackt war, ging es halt zu Fuss wieder den Berg hinunter; ich bepackt mit zwei Gleitschirmen. Beim Aufto konnte wir dann Lew's Frau Evie benachrichtigen, welche die Sache erstaunlich locker aufnahm. (Die Hauptsorge von Lew war es, dass die Sommerferien in Schottland gefährdet wären...). Auf der Rückfahrt setzte ich mich natürlich ans Steuer und wir fuhren direkt in ein Spital nach Tuscon. Beim Warten im Spital ging es nicht lange, und schon waren wir mit einem ehemaligen Delta-Piloten im Gespräch...
Wie sich dann in der Nacht herausstellte, war der Arm gebrochen und Lew musste am nächsten Tag unters Messer, um mit Platten und Schrauben den Arm wieder zusammezuflicken. Inzwischen genossen wir jedoch das Gastzimmer und trafen frisch ausgeschlafen am nächsten Morgen auf Lew und Evie, welche noch etwas Zeit hatten für uns bevor es wieder in Spital ging. Wie wir dann auch erfuhren, war es nicht der erste Flugunfall. Angefangen hatte alles mit sog. Ultra-Lights, motorisierten Deltaseglern. Praktisch die ganze Smith-Familie startete einige Jahre zuvor vom Nachbargrundstück mit diesen tollkühnen Kisten - und das alles mit einer 15min Schnellbleiche-Ausbildung......! Erstaunlicherweise war es dabei meist bei Materialschäden und Abenteuern wie Highway-Landungen geblieben. Dies erklärt aber die Abgeklärtheit von Evie etwas!

Auf jeden Fall kamen wir nach all dem Gehörten und Erlebten zum Schluss, dass der wilde Westen immer noch exisitert, wenn schon nicht mehr mit Pferden und Pistolen, dann wenigstens mit Flügeln!

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