Noch mehr Autoprobleme und
"Switzerland of America"
Werbung vor dem "Big Texan" |
Auf unserer Fahrt von McKinney
her kamen wir gut voran; wir hatten vor, in Amarillo (Texas) zu übernachten
und dann weiter zu fahren. Einige Meilen vor Amarillo stockte aber plötzlich
das Auto, der Motor drehte bei bestimmten Geschwindigkeiten wie "leer",
und wir dachten natürlich zuerst an das Getriebe (Befestigungsring,
siehe Bericht Nr. 12) und dann an unseren
Oelzeiger (der den Oeldruck, nicht die Menge anzeigt, und seit San Diego einen tiefen Stand anzeigt). Erstaunlicherweise lief alles wieder bestens, nachdem etwas Oel eingefüllt war, und so fuhren wir zum "Big Texan" Restaurant, wo's ein 2kg Steak gratis gäbe, wenn man es schaffen würde, es in einer Stunde alleine zu essen.........(wir hielten und an die normale Speisekarte...) |
Am nächsten Morgen fanden wir beim vierten Anlauf sogar eine Garage, die Zeit für uns hatte (sprich einen touristenfreundlichen Sous-Chef), und wir liessen uns für 2 Tage in einem nahegelegenen Motel nieder. Das Getriebe war offensichtlich wirklich nicht mehr gut im Schuss, auf jeden Fall musste sogar das Metallgehäuse ersetzt werden, da das alte Risse hatte.
Am Samstagmorgen setzten wir uns hoffnungsvoll ins Auto, um aber nicht einmal bis zum Highway zu kommen - und wieder stockte das Auto.......
Wir schafften es sogar (am Samstag), den Getriebemensch aufzutreiben, der nach kurzer Zeit meinte, dies sei nicht das Getriebe, sondern wahrscheinlich die Benzinpumpe.........
Am Montagmorgen (wir blieben übers Wochenende im
gleichen Motel, gingen am Sonntag zur Kirche und spazierten sonst noch
etwas in Amarillo herum) fand sich dann eine Garage, die die Pumpe in Rekordzeit
ersetzte. Dann ging die Fahrt endlich wieder los, mit gemischten Gefühlen
natürlich, und auch etwas Angst, ob wohl wieder etwas stocken oder
tropfen würde......
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Am nächten Tag fuhren wir dem Rio Grande entlang
nach Taos, das uns viel besser gefiel, weil es irgendwie herziger und freundlicher
war. In der Nähe gibt es auch noch ein altes Indianer-Pueblo (zwischen
700 und 1000 Jahre alt), welches teilweise bis 5 Stockwerke hat und immer
noch bewohnt ist. Hauptsächlich ist es aber inzwischen eine Touristenattraktion,
und nebst Eintrittspreis und Parkgebür muss auch noch eine Kameragebühr
entrichtet werden (und si nämeds vo de Lebändige.....).
| Auf den Baustil der Häuser
(auch der neuen) wird grossen Wert gelegt, sowohl in Santa Fe als auch
in Taos dürfen offensichtlich nur Adobe-Style-Häuser gebaut werden.
(Rot-Gelbe Mauern, Flachdach).
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| Wandbild in Taos | Kirche nahe bei Taos |
Blühender Yuka |
Nach einer Zeltplatz-Übernachtung
an einem Stausee (Heron Lake State Park) war es am Morgen seit langem wieder
einmal bedeckt, und als wir die Grenze zu Colorado überquerten, regnete
es sogar einmal für kurze Zeit.
Unser nächstes Ziel war "Mesa Verde", ein Nationalpark mit vielen "Dwellings" aus der Zeit um 1200, die sehr beeindruckend sind, insbesondere weil noch viel erhalten ist und die Siedlungen teilweise sehr gross sind.
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| Mesa Verde, Cliff Palace | Square Tower House |
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Am nächsten Morgen gings
weiter nach Durango, wo wir gerade zum Bahnhof kamen, als der Dampfzug
losfuhr.....
In den Bergen von Colorado gab es um die Jahrhunderwende sehr viele Gold- und Silberminen (Colorado Goldrush), und zum Transport von all den Materialien wurden diverse Eisenbahnstrecken gebaut, von denen man heute meistens nichts mehr sieht. Ein paar wenige werden aber touristisch "unterhalten", so auch diejenige von Durango nach Silverton. Wir "passten" den Zug mehrere Male zum Photographieren ab. |
| Silverton, die Endstation dieses Zuges, "lebt" von den Zugs-Touristen, obwohl man auch mit dem Auto hinfahren kann: Ein herziges Städtchen, das einst ein blühendes Zentrum der ganzen Minerei war. Eine der alten Minen besichtigten wir auf einer geführten Tour; das war spannend! | ![]() |
Übrigens: Ganz in der Nähe (hinter der Bergkette) hat sich Ursi's Urgrossonkel (der Vater von George Baumli aus McKinney) 1907 niedergelassen, da es (Zitat) ausgesehen habe wie in der Schweiz! Die Ortschaft heisst Marble (=Marmor), was auch verrät, was dort abgebaut wurde und neuerdings wieder wird - Vater Bäumli und einige Söhne arbeiteten im Marmor-Abbau, und einzelne Familienmitglieder wohnen noch heute in der Nähe.
Wir unternahmen eine (ziemlich steile) Wanderung zu einer
ehemaligen Goldmine, wo noch das Unterkunftshaus und das Maschinenhäuschen
am Hang "kleben" und betreten werden können; der Eingang zur Mine
ist verschlossen. Auch ein Bad in den stadteigenen "Hot Pools" (Schwimmbadgrösse)
durfte natürlich nicht fehlen.
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| Der Original CH-Wander-Wegweiser | Unser Zelt ! | Ein Zeltplatz - Reh |
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Von der Camphost-Lady auf dem
Zeltplatz bekamen wir den Tip, nicht über die normale Strasse, sondern
über den "Cottonwood Pass" Richtung Denver zu fahren; dort gäbe
es sehr viele schöne Zeltplätze, und die Passstrasse sei zwar
auf der einen Seite nicht geteert, aber gut befahrbar. Gehört, geplant,
getan!
Unterwegs besichtigten wir noch den Black Canyon, eine sehr tiefe, eindrückliche Schlucht des Gunnison River; heute ein National Monument. |
| Das angegebene Tal mit den vielen
Zeltplätzen war idyllisch, und für uns beide war es (vermutlich)
das erste Mal, dass wir auf 2700 m.ü.M. übernachteten!
Dort gelang es erstaunlicherweise auch erstmals Hummingbirds (Kolibris) zu fotografieren! |
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Die Passfahrt am nächsten
Tag war zwar leicht holprig, aber gut zu machen, und ein weiterer Höhenrekord
stand an: 3600 m.ü.M.!! (12'000 feet)
Bei all diesen hohen Pässen und Ortschaften merkt man jedoch kaum, dass man so "weit oben" ist, da die Baumgrenze bei rund 3500 m.ü.M. liegt und uns Schweizern den Eindruck vermittelt, man sei erst auf 1800 Metern! |
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Vorbei an weiteren schönen
Berglandschaften ging die Fahrt dann nach Denver (unterwegs gewitterte
es), der Hauptstadt von Colorado, wo wir uns in einem zentralen Motel niedergelassen
haben: Dani verbringt zwei Tage mit dem Informatikchef (Steve Clark) am
hiesigen Universitätsspital (15 min von hier mit dem Auto), und Ursi
erledigt die "Hausfrauenarbeiten": Waschen (die Laundry ist ca. 20 min
Fussweg entfernt), Einkaufen, Tagebuch schreiben und Sightseeing.....
Am ersten Abend waren wir bei Steve und seiner Frau Terry zum Abendessen eingeladen: Die beiden haben 10 Kinder, wovon die beiden jüngsten noch zu Hause, etwa 30 Meilen südlich von Denver, leben. |
Das alte Militärspital, welches zum Verwaltungs-
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Für mich (Dani) war der Besuch des University Hospital
of Colorado recht aufschlussreich. Am ersten Tag hatte ich Gelegenheit
mit mehreren Informatikern zu diskutieren und am zweiten Tag wurde ich
an Sitzungen mitgenommen: Geschäftsleitungssitzung, Finanzausschuss
des Verwaltungsrates, Verwaltungsratssitzung !
Zum Glück geht es nebst den klaren Kleidervorstellungen
der Amis - graue Hose, weisses Hemd mit Krawatte - erstaunlich locker
zu und her, so dass ich mich erstaunlich wohl fühlte. Erstaunt hat
mich auch der hohe Anteil von Frauen, sei es unter den Informatikern oder
in der Geschäftsleitung.
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